Geld allein macht nicht glücklich. Aber genug Geld zu haben, um finanzielle Probleme vermeiden zu können, gehört für mich zu einem glücklichen Leben dazu. Ebenso wie genug Zeit zu haben, um dem nachgehen zu können, was einen begeistert. Ich denke, dass beides möglich ist und möchte Dir im Folgenden den Weg vom Passive Income zum Passion Income aufzeigen. 

Passives Einkommen = Einkommen ohne Aktivität

Passives Einkommen

Passives Einkommen ist in aller Munde. Geld verdienen im Schlaf, finanzielle Freiheit. Natürlich ist das erstrebenswert. Wenn Du im Netz danach suchst, stolperst Du schnell über Videos, in denen junge Männer im teuren Sportwagen mit einem Bündel Geldscheine in der linken Hand wedeln (Links, damit die teure Armbanduhr auch sichtbar wird) und erzählen, wie sie “in nur 2 Wochen über 20.000 € passives Einkommen generiert haben – ohne jedes Risiko – und wie Du es auch kannst. Musst Dich nur hier anmelden…” – Solche Versprechungen sind in den allermeisten Fällen natürlich unseriös. Und selbst wenn tatsächlich zusätzliches Einkommen generiert werden kann, ist es selten wirklich passiv, sondern erfordert wöchentliche oder tägliche Aktivitäten.

Passives Einkommen ist nach meiner Definition tatsächlich ein Einkommen, dass ich ohne regelmäßige Aktivität erwirtschafte. Z.B. die Verzinsung einer langfristigen Geldanlage – Nicht jedoch die Immobilien-Vermietung, Dropshipping, ein Affiliate-Geschäft oder die Veröffentlichung von E-Books. Denn hier ist i.d.R. regelmäßiges aktives Handeln notwendig. Passives Einkommen liefert Dir neben Geld vor allem auch Zeit – Zeit, die Du nutzen kannst, um dem nachzugehen, was Dich begeistert. Dazu aber später mehr.

So viel Geld brauchst Du, um davon leben zu können

Angenommen, Du würdest mit 2.500 € netto im Monat gut auskommen können. Deine Fixkosten wären gedeckt, wie Miete, Auto, Versicherungen sowie die notwendigen variablen Kosten, wie Lebensmitteleinkäufe, Kleidung. Sogar hin und wieder Essen gehen, Kino oder ein kleiner Urlaub wäre drin. 

Als sinnvolle Quelle passiven Einkommens gelten ETFs (exchange-traded funds). Also Aktienfonds, die einen Index, wie z.B. den DAX, nachbilden und daher ohne aktives Management auskommen. Was sie deutlich günstiger macht als den aktiv gemanagten Fond vom Bankberater seines Vertrauens. Und in den allermeisten Fällen wachsen sie langfristig auch stärker. Einer der bekanntesten Aktienindizes ist der MSCI World – Er spiegelt die Entwicklung von über 1.600 Aktien aus 23 Industrieländern wieder. Die breite Streuung auf die Vielzahl der Aktien minimiert das Ausfallrisiko einzelner Unternehmen bzw. Aktien. 

“Wer beliebige 15 Jahre in den MSCI World investiert hat, hätte im Schnitt 7,7 Prozent jährliche Rendite erzielt und zu keinem Zeitpunkt einen Verlust erlitten“ so die Experten des Onlinemagazins Finanztip. Ziehen wir davon mal 0,3% Gebühren ab (denn ganz kostenlos sind leider auch ETFs nicht) und vielleicht nochmal 0,4% Puffer (für Depot- , Transaktions-, Kontoführungsgebühren, etc.), so bleiben durchschnittlich noch immer langfristige 7% Rendite vor Steuern. Nach Abzug von 25% Abgeltungssteuer und 1,375% Soli verbleiben beim Anleger damit ca. 5,2% Rendite nach Steuern. (Die Kirchensteuer wird hier nicht berücksichtigt, da sie freiwillig gezahlt wird). 

Um also rein aus den Gewinnen des MSCI World ETFs 2.500 € monatlich bzw. 30.000 € jährlich bestreiten zu können, ist ein angelegtes Kapital in Höhe von 577.000 € notwendig. 

Alternativ lässt sich übrigens jede gewünschte monatliche Summe mit 230 multiplizieren, um auf den notwendigen Anlagebetrag für ausreichend passives Einkommen zu kommen.

Natürlich unterliegen auch ETFs Marktschwankungen – wie aktuell im Umfeld der Corona-Krise deutlich wird. Darum sollte immer mit einem Anlagezeitraum von 10-15 Jahren investiert werden, da solche Schwankungen hier erfahrungsgemäß keine Rolle spielen. 

577.000 € – Woher nehmen, wenn nicht stehlen?

Das Anhäufen solcher Summen ist ein Dauerlauf und kein Sprint. Es ist auch kein digitales Ziel, das bei 576.999 € noch nicht erreicht ist, sondern jeder Euro auf dem Weg zur finanziellen Freiheit zählt. Der Kontostand wächst natürlich auf zwei Wegen:

Weniger ausgeben

Eine der bekanntesten Geldspar-Regeln ist die 50/30/20 Methode: 50% für die Bedürfnisse (Miete, Auto, Versicherungen, Lebensmittel, etc). 30% für die Wünsche (Shopping, Essen gehen, Hobbies). 20% sparen: Richte Dir ein Sparkonto ein und aktiviere einen Dauerauftrag unmittelbar nach Gehaltseingang, so dass Deine Ersparnisse zuallererst “gezahlt” werden. Erstelle Dir zu Beginn mal eine transparente Liste all Deiner Ausgaben und finde heraus, ob Du nicht auf die eine oder andere Ausgabe verzichten kannst und wie nah Du heran kommst an die 20%.

Mehr einnehmen

Wahrscheinlich wird in den nächsten Jahren eine Gehaltserhöhung anstehen. Leite doch 50% der Erhöhung direkt auf Dein Sparkonto weiter. So bleiben noch immer 50% für die Steigerung Deines Lebensstandards und zeitgleich erreichst Du Dein Sparziel schneller. Die Zahl möglicher Gehaltserhöhungen ist jedoch begrenzt. Welche Möglichkeit gibt es noch auf der Einnahmenseite?

Vom Passive Income zum Passion Income

Es wird viele Jahre dauern, bis Du das 230fache deiner monatlichen Fixkosten angespart hast. Das sind sehr viele Runden im Hamsterrad. Aber befindest Du Dich überhaupt im Hamsterrad? Stell Dir doch selbst mal die Frage “Würdest Du Deinen aktuellen Job auch ohne Bezahlung machen?” – Wenn die Antwort ja ist – perfekt. Dann ist Dein Beruf Deine Berufung bzw. Deine Passion, Du kannst Dein Einkommen daraus generieren und wirst den Weg zum Ziel genießen. 

Sollte die Antwort jedoch nein lauten, geh doch mal auf die Suche nach dem, was Dich begeistert und ob Du damit zugleich auch Mehrwert generieren und Geld verdienen kannst. Ein tolles Werkzeug dafür ist das Ikigai, japanisch für “Das, wofür es sich zu leben lohnt”.  Es geht darum, die Schnittmenge zu finden aus dem, was Du gern machst, was Du gut kannst, wofür Du bezahlt werden kannst und was die Welt braucht.

Je mehr passives Einkommen Du über die nächsten Jahre generierst, desto mehr Zeit entsteht fürs Finden und Weiterentwickeln Deiner Passion. Vielleicht kannst Du schon bald Deinen Hamsterrad Job auf vier Tage reduzieren und den fünften Tag schon aus Deinem ersten passiven Einkommen leben. Nutze den fünften Tag, um herauszufinden, wie Du mit dem, wofür Du brennst, echten Mehrwert für andere schaffen kannst. Investiere Zeit in Deine persönliche Weiterentwicklung und lies Bücher, recherchiere im Netz, nimm an Kursen Teil, sieh Dir Youtube-Videos an – Werde zum Experten für Deine Passion. Ein Geschäft entsteht daraus irgendwann automatisch, wenn der Bedarf groß genug und Dein Angebot stark genug ist – Ein Geschäft, mit dem Du Passion Income generierst.

Nächste Schritte

  1. Erstelle ein Haushaltsbuch: Liste über mindestens 3 Monate alle Einnahmen und Ausgaben genau auf. Überlege anschließend, welche Ausgaben Du reduzieren kannst und geh sie direkt an
  2. Lege Dir ein separates Sparkonto an, auf das Du per Dauerauftrag gleich zu Beginn des Monats 20% Deines Einkommens überweist. Sollte es zu Beginn weniger sein als 20%, kein Problem. Überweise das, was Du kannst. Auch 2% sind ein guter Anfang.
  3. Identifiziere Deine lebensnotwendigen monatlichen Fixkosten. Wie viel brauchst Du zum Überleben für Miete, Auto, Lebensmittel, etc. (nicht dazu gehören Freizeitaktivitäten, Essen gehen, Starbucks, etc.). Multipliziere die Zahl mit 6 (Monaten) und warte nun ab, bis Du den Betrag als Notgroschen angespart hast. Dieser Betrag bleibt künftig immer cash auf Deinem Konto und ist jederzeit verfügbar für Notfälle. Er ermöglicht Dir, bis zu einem halben Jahr ohne Gehalt auskommen zu können, ohne in eine Notsituation zu geraten
  4. Finde Dein Passion Income – Versuche Dir 2-3 Stunden pro Woche freizuschaufeln, um Dich künftig mit dem zu beschäftigen, was Dich begeistert. Recherchiere im Netz, wie Ikigai genau funktioniert oder bestelle Dir eines der vielen Bücher dazu und finde heraus, was Du liebst, gut kannst, wofür Du bezahlt werden kannst und was die Welt gebrauchen kann. Wenn Du es gefunden hast, beschäftige Dich mit dem Thema, lerne und entwickle etwas, womit Du anderen echten Mehrwert liefern kannst.
  5. Investiere: Nachdem Du 6 x Fixkosten auf dem Konto hast, leite Deinen Dauerauftrag um vom Sparkonto auf einen ETF-Sparplan. Eröffne dazu vorher ein Depot bei einer günstigen Direktbank und suche Dir einen ETF aus, mit dem Du Dich wohlfühlst.

Zu diesem Thema erstelle ich eine Bedarfsstudie. Du würdest mir sehr helfen, wenn Du teilnimmst (dauert max. 5 Minuten):

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