ETFs stehen für Exchange Traded Funds, also an der Börse gehandelte Investmentfonds. Ein ETF wird demnach zu den Handelszeiten der Börsen im Sekundentakt gehandelt. Sein Preis kann sich, wie bei einer einzelnen Aktie, viele Tausend Male am Tag ändern, immer in Abhängigkeit von Angebot und Nachfrage. Als Käufer oder Verkäufer hast Du damit die Möglichkeit, zu dem Preis kaufen oder verkaufen zu können, der gerade aktuell gehandelt wird. Damit werden ETFs auch als liquide (=oft gehandelt) bezeichnet. 

Anders läuft es bei einem nicht börsengehandelten, klassischen (aktiv gemanagten) Fonds. Z.B. bei dem Deka Investmentfonds, einer Fonds-Familie der Sparkasse. Hier wird einmal täglich der Nettoinventarwert, also der Wert aller Unternehmensanteile im Portfolio ermittelt wird und dieser Preis dann als Handelspreis aktiviert. D.h. hier musst Du Dich als Anleger immer ein bisschen überraschen lassen, zu welchem Kurs Deine Kauf- oder Verkaufsorder dann tatsächlich zeitverzögert ausgeführt wird. Die Transaktion läuft dann auch zu höheren Kosten über die Fondsgesellschaft und nicht über die Börse. 

Die Idee zu börsengehandelten Fonds entstand um 1970 herum mit den ersten Indexfonds in den USA – Also Fonds, die einen Börsenindex oder Markt abbilden. Aus dem Grund werden ETFs heute auch als Synonym für Indexfonds verwendet. Da die Zusammensetzung der Wertpapiere im Fonds klar durch den Index definiert wird, brauchts kein teures Fonds Management, was den ETF im Vergleich zu aktiv gemanagten Aktienfonds deutlich günstiger macht. Deshalb werden ETFs auch als passiv gemanagte Fonds bezeichnet. Sie sind damit eine sehr liquide Möglichkeit, auch mit sehr kleinem Geld in ganze Märkte investieren zu können. 

Seit 2000 werden auch an deutschen Börsen ETFs gehandelt und bis März 2020 ist das ETF-Fondsvermögen in Deutschland laut Deutscher Bundesbank auf ca. € 38 Mrd. angestiegen. An der Xetra, der größten deutschen Börse für ETFs wurden im ersten Quartal 2020 monatlich ETFs im Wert von ca. € 21 Mrd. gehandelt. Auch weltweit steigt das ETF Vermögen rasant an, wie die nachfolgende Grafik zeigt. 

Global verwaltetes ETF Volumen

Was ist ein Index?

“Index” kommt aus dem lateinischen und heißt soviel wie “Verzeichnis”. I.d.R. ist ein Verzeichnis bzw. eine Liste von Aktien, die in einen Topf geworfen werden. Gewichtet werden sie häufig nach Marktkapitalisierung, also den Unternehmenswerten an der Börse. 

Der DAX

Der wohl bekannteste deutsche Aktienindex ist der Deutsche Aktienindex bzw. DAX. Er setzt sich zusammen aus den 30 größten und meistgehandelten Unternehmen Deutschlands und repräsentiert damit bereits etwa 80% der gesamten Marktkapitalisierung deutscher börsengehandelter Aktiengesellschaften. Allein die sechs größten Unternehmen im DAX (SAP, Linde, Allianz, Siemens, Bayer und Deutsche Telekom) haben eine Gewichtung innerhalb Index von über 50% (Stand 23.3.2020). Ähnlich, wie in der Bundesliga, können Unternehmen aber auch auf- und wieder absteigen – allerdings nicht nach Punktestand, sondern nach Marktkapitalisierung. Die Tabelle der Top 30 Unternehmen wird jährlich mehrfach überprüft und aktualisiert.

Die wesentliche Kennzahl im Dax ist der Indexpunktestand. Er wurde erstmals am 31. Dezember 1987 auf 1.000 Punkte festgelegt. Heute steht er bei 10.754 Punkten (Stand 18.05.2020) und hat damit in den letzten 33 Jahren durchschnittlich mehr als 7% Rendite pro Jahr geliefert.

Dem DAX folgt übrigens der MDAX, Das “M” steht für “Mid Cap”, also mittlere Marktkapitalisierung, mit den Plätzen 31-90 und dann der SDAX, “S” für “Small Cap”, also kleine Marktkapitalisierung, mit den Plätzen 91-160. 

Weitere Indizes

Neben den deutschen Aktienindizes gibt es noch zahlreiche weitere Beispiele für Marktbarometer:

  • Länder/Regionen Index
    • DAX
    • DAX (30 größte Unternehmen in Deutschland)
    • Euro Stoxx 50 (50 größte Unternehmen im Euro-Währungsgebiet)
    • MSCI World (1.650 größte Unternehmen in über 23 wichtigen Industrieländern – bildet ca. 85% der Marktkapitalisierung* in diesen Ländern ab)
  • Branchen/Sektoren Index
    • STXE 600 Automobilindustrie (Automobilhersteller und Zulieferer)
    • MSCI World Information Technology (Technologieunternehmen innerhalb des MSCI World
  • Rohstoff Index
    • Bloomberg Commodity Index (umfasst 20 verschiedene Rohstoffe, darunter Gas, Öl, Industrie- und Edelmetalle sowie Agrargüter und Lebendvieh)
    • Stoxx 600 Oil & Gas Index (Öl- & Gasaktien in 18 europäischen Ländern

 *Mit Marktkapitalisierung ist Marktkapitalisierung im Streubesitz gemeint, d.h. im börsengehandelten Volumen. Der Aktienbesitz von Großaktionären wird hier nicht berücksichtigt

 

Was ist ein Aktienfonds?

Das Wort “Fonds” kommt ursprünglich aus dem Französischen und steht für “Vermögen/Kapital”. Du kannst Dir einen Aktienfonds als einen Topf mit vielen verschiedenen Aktien vorstellen. Die Idee hinter solch einem Topf ist:

  • Du kannst Dir sehr teure Aktien leisten
    • Du kannst gleichzeitig in eine Vielzahl von Aktien (z.B. in Technologie-Aktien innerhalb eines Technologiefonds) investieren, die Du Dir vielleicht einzeln gar nicht leisten kannst. Allein je eine Aktie von Alphabet (Google) und Amazon kosten zusammen mehr als 3.800 € (Stand 19.05.2020). In einen Fonds, der diese Aktien neben anderen Technologietiteln hält, kannst Du schon für deutlich weniger Geld investieren und am Erfolg der Unternehmen teilhaben. 
  • Streue Dein Risiko
    • “Setz nicht alles auf ein Pferd” hört man in vielen Bereichen des Lebens. Auch in Einzelaktien solltest Du nur verstärkt investieren, wenn Du das Unternehmen wirklich verstehst und wirklich bewerten kannst. Andernfalls hilft die Diversifikation = Risikostreuung dabei, den Kurssturz oder gar die Pleite eines Unternehmens innerhalb eines Fonds gut verkraften zu können, solang die anderen Titel sich stabil verhalten. Du kannst also in eine Branche, einen Sektor, eine Region investieren, Dein Risiko aber deutlich niedriger halten als bei der Investition in Einzelaktien. Je weniger Ahnung Du von einzelnen Unternehmen hast, desto breiter solltest Du diversifizieren.
      Hast Du Lust und Zeit, dich wirklich tiefgehend mit einem einzelnen Unternehmen, seinem Management, seinen Alleinstellungsmerkmalen und seinen fundamentalen Kennzahlen zu beschäftigen und Dir regelmäßig seine Quartals- und Jahresberichte durchzulesen, die gern mal über 100 Seiten Umfang haben?  Dann bist Du gut gerüstet fürs Investment in einzelne Aktien. Falls nicht, solltest Du vielleicht eher breiter streuen. Ein Aktienfonds darf nicht mehr als 10% seines Vermögens in eine einzelne Aktie investieren. Damit muss er also mindestens 10 verschiedene Aktien im Portfolio halten. 
  • Lass den Profi ran
    • Fondsmanager kaufen und verkaufen Aktien täglich, denn sie machen es hauptberuflich. Es wäre also naheliegend, zu glauben, dass sie es mit ihrer Expertise besser können als man selbst. Das ist wahrscheinlich auch so. Dennoch schaffen es diese Profis in europäischen aktiv gemanagten Fonds – also Fonds für dessen Aktienauswahl die Fondsmanager verantwortlich sind – in 86% der Fälle nicht, den Vergleichsindex zu schlagen. Und das trotz deutlich höherer Gebühren, als bei den ETFs, die eben diese Indizes abbilden. Weltweit sieht es übrigens nicht viel anders aus.

 

Wie funktioniert ein Aktienfonds?

Du als Anleger investierst hier nicht direkt in die Aktien der Unternehmen im Fonds, sondern in den Fonds selbst bzw. die Kapital Anlage Gesellschaft (KAG) dahinter. Hier kauft dann das  Fondsmanagement Aktien mit Deinem Geld und dem vieler anderer Anleger. Du erhältst im Gegenzug den Aktienfonds – den Anteil am Aktientopf – als Wertpapier in das Depot Deines Brokers – also Deines Börsenmaklers. Solltest Du den Fonds wieder verkaufen, so geht diese Meldung ans Fondsmanagement, es werden dort dann wieder Aktien aus dem Fondsvermögen veräußert, um Dir entsprechend das Geld auszahlen zu können.  

 

Kann ein Aktienfonds pleite gehen?

Es gäbe eigentlich nur theoretisch die Möglichkeit, das gesamte investierte Geld zu verlieren. Nämlich wenn alle Unternehmen im Fonds plötzlich gleichzeitig pleite gingen. Was sehr unwahrscheinlich ist. Sollte hingegen die Kapitalanlagegesellschaft hinter dem Fonds in die Insolvenz gehen, so ist das Fondsvermögen als sog. “Sondervermögen” vor dem Durchgriff von Gläubigern gesetzlich geschützt. D.h. selbst wenn die Fondsgesellschaft pleite geht, kann Deinem Investment in den Fonds nichts passieren. Es wird dann in der Regel einfach eine neue Fondsgesellschaft für die Verwaltung des Fonds gefunden. 

 

Wie viel kostet ein Aktienfonds?

Das Fondsmanagement verdient prozentual am verwalteten Kapital. Die Höhe der Kosten eines Fonds werden auch “Total Expense Ratio (TER)” genannt und sind im Verkaufsprospekt jedes Aktienfonds einsehbar. In den meisten Fällen betragen sie 1% – 2,5%. Hinzu kommen häufig noch einmalige Ausgabeaufschläge, auch “Agio” genannt, von 3-6%, wenn Du den Fonds kaufst. Hier verdient dann auch die Bank oder der Fondsvermittler mit. Wie Du siehst, verdienen hier viele Parteien mit, was die Fonds im Vergleich zu ETFs auch deutlich teurer macht. 

Wenn Dein Fonds also beispielsweise 4% Rendite pro Jahr erwirtschaftet, so würdest Du bei 2% jährlichen Fondsgebühren und 5% Ausgabeaufschlag die ersten drei Jahre allein dazu benötigen, den ursprünglich eingesetzten Geldbetrag wiederzuerlangen. Erst im vierten Jahr beginnst Du damit, Vermögen aufzubauen. Vorher ist nur das Vermögen der Anbieter gestiegen, weil Du bis dahin 11% Deines Anlagebetrags an Gebühren bezahlt hast. Hier mal die Beispielrechnung dazu:

Kosten eines aktiv gemanagten Aktienfonds Beispielrechnung


 

 

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Was unterscheidet passiv gemanagte ETFs von aktiv gemanagten Fonds?

Wie eingangs erwähnt, besteht das aktive Management eines Aktienfonds in der Regel aus Fonds-Managern. Sie haben die Aufgabe, sog. Stock-Picking zu betreiben, also Aktien zu picken/kaufen oder verkaufen, die thematisch in den Fonds passen und dabei möglichst die besten Zeitpunkte zu finden. Dieses Team möchte Geld verdienen, was die Gebühren auf die o.g. 1%-2,5% steigen lässt. Bei einem Fondsvolumen von € 1,61 Mrd. und jährlichen Gebühren in Höhe von 1,51%, wie z.B. beim Deka Industrie 4.0 Fonds der Sparkasse kann mit den Erlösen für die Kapitalanlagegesellschaft in Höhe von jährlich rund 24 Mio. € schon ein ordentlicher Kostenapparat unterhalten werden. Gingen wir davon aus, dass aufs gesamte Fondsvolumen ein Agio (auch Ausgabeaufschlag oder Vertriebsgebühr) von 5% gezahlt wurde, so wären das weitere 80,5 Mio. € für Bank, Verwalter und Vermittler des Fonds. Du siehst also, wie viel Geld dahinter steckt und warum Dein Bankberater Dir so gern die hauseigenen Fonds-Produkte verkaufen möchte. Aktienfonds werden häufig nur über den Fonds-Vermittler oder die Bank angeboten und Du kannst sie gar nicht an der Börse kaufen. 

In einem ETF hingegen existiert eine klare Vorgabe, in welche Aktien wie viel Geld investiert wird, nämlich durch den Index, der hier abgebildet wird. Darum braucht es dieses teure Fonds-Management nicht und die Ausführung der Transaktionen kann computergesteuert erfolgen. Daher betragen die jährlichen Gebühren hier durchschnittlich lediglich 0,35-0,5%. was den ETF im Vergleich rund 75% günstiger macht. Da ETFs an der Börse gehandelt werden, kannst Du sie im Gegensatz zu den meisten aktiven Fonds jederzeit transparent an der Börse kaufen oder verkaufen – Und das in den meisten (an der Börse gehandelten) Fällen auch ohne Ausgabeaufschläge.

Vergleich ETF aktiv gemanagter Aktienfonds

Welche ETFs sollte ich kaufen?

Wie oben genannt, gibt es inzwischen sehr viele ETFs für Regionen, Industrien, Rohstoffe, etc. Die Grundidee hinter dem passiven Investieren ist jedoch eigentlich, vom Weltwirtschaftswachstum zu profitieren mit möglichst breiter Streuung und damit möglichst geringem Risiko. Eine breite Streuung kann beispielsweise dann erreicht werden, wenn im eigenen Portfolio möglichst viel Marktkapitalisierung der wichtigsten Wirtschaftsstandorte abgedeckt ist. Hierzu mal ein Beispiel anhand dreier ETFs:

  1. MSCI World: Mit den ca. 1.650 größten Aktien aus über 23 Industrieländern deckt er bereits rund 88% der weltweiten Marktkapitalisierung ab. Die Schwellenländer und Frontierländer (Dritte Welt) sind hier jedoch nicht dabei. Und mit rund 60% haben die USA aufgrund ihrer großen Unternehmen hier den größte Anteil im ETF. Darum kann das “World” im Namen leicht zur Verwirrung führen. “MSCI steht dabei übrigens für “Morgan Stanley Capital International” – dem Herausgeber des Index
  2. MSCI Emerging Markets: Er beinhaltet die 1.400 größten Aktienwerte und deckt damit rund 85% der Marktkapitalisierung der wichtigsten 26 Schwellenländer ab – also Länder im Stadium zwischen Entwicklungsland und Industrienation, wie z.B. Argentinien, Griechenland, Südafrika und China.
  3. MSCI Frontier Markets: Mit den 93 größten Unternehmen der 28 wichtigsten Entwicklungsländer deckt dieser ETF ebenfalls rund 85% der Marktkapitalisierung im Zielmarkt ab.

15 Jahresrendite MSCI World, MSCI Emerging Markets, MSCI Frontier Markets

Mit diesen drei ETFs sind mehr als 95% der weltweiten Marktkapitalisierung abgedeckt. Sicher lässt sich hier aber auch bei Verzicht auf den renditeschwachen MSCI Frontier Markets noch immer von ausreichender Diversifikation mit rund 3.000 Aktien sprechen und das mit soliden 4% Rendite pro Jahr über die letzten 15 Jahre trotz Corona (bis dato – Stand Ende Mai 2020). Über längere Zeiträume kommen erfahrungsgemäß höhere Renditen durchschnittliche Jahresrenditen zustande.

 

Welcher ETF Anbieter ist der beste?

“iShares Core MSCI World UCITS ETF (Acc)”, “HSBC MSCI World UCITS ETF”, “Lyxor Core MSCI World (DR), UCITS ETF”,… Die Liste der ETFs pro Index – in diesem Falle der MSCI World – ist lang. Welcher ist denn nun der beste und wofür stehen all die Abkürzungen? Zunächst beginnen die Namen der Fonds meist mit dem Markennamen der Anbieter. So ist iShares die ETF Sparte von BlackRock, HSBC steht für die gleichnamige Bank (Hongkong & Shanghai Banking Corporation Holdings PLC) und Lyxor steht für Lyxor Asset Management. Ein Unternehmen, das kürzlich auch ComStage – Die ETF-Marke der Commerzbank AG übernommen hat. 

Wichtig zu wissen ist, ob ein ETF das Kürzel “DIS” oder “DIST” trägt oder “ACC”. “DIS” steht für distribution = Ausschüttung. Hier werden Dir die Zins- und Dividendenerträge des ETFs in regelmäßigen Abständen an Dich ausgeschüttet. “ACC” hingegen steht für accumulating = thesaurierend. Hier werden die Erträge einbehalten und reinvestiert und steigern damit den Wert Deiner Fondsanteile zusätzlich. 

 

Marktanteile europäischer ETF Anbieter

Wie kann ich einen ETF kaufen?

Hierfür brauchst Du einen Account bei einem Online-Broker, der ETFs anbietet. Aber nicht alle Broker bieten alle Produkte an, insbesondere nicht in Form von günstigen monatlichen Sparplänen. so kann es sein, dass der eine Broker Dir nur das ETF Portfolio von iShares ohne Sparplan-Option bietet, während ein anderer z.B. Lyxor und HSBC mit Sparplan-Option im Portfolio hat.  

Wie finde ich den richtigen ETF und den richtigen ETF Broker?

  1. Entscheide, in welche Art von ETF Du investieren möchtest – Eher möglichst breit diversifiziert, wie oben beschrieben, mit beispielsweise mehr als 90% Weltmarktabdeckung oder eher mit Fokus auf einzelne Regionen, Rohstoffe oder auch Eigenschaften, wie Nachhaltigkeit 
  2. Entscheide, ob Du in Form von günstigen monatlichen Sparplänen (funktioniert bereits ab 25 € monatlich) oder größeren Einzelbeträgen investieren möchtest
  3. Google Deine Wunschkombination, wie beispielsweise “MSCI World Sparplan” und Du wirst viele Vergleichsseiten unterschiedlicher Broker finden, die das anbieten, was Du suchst
  4. Eröffne Dir Deinen (inzwischen oft kostenlosen) Account beim passenden Broker und fange an zu investieren

Die größten ETFs der Welt

Wie viel muss ich investieren, um einen ETF kaufen zu können? 

Inzwischen gibt es Onlinebroker, wie Trade Republic, Smartbroker, comdirect Consorsbank oder Postbank, die bereits monatliche Sparpläne ab 25 € anbieten.

Welche Nachteile haben ETFs?

Wie bei allen Börsenprodukten unterliegen die Aktien in den Indizes Kursschwankungen aufgrund von aktuellem Angebot und Nachfrage. D.h. nach jahrelanger Aufwärtsbewegung der Märkte, wie von 2016-2020 können ganz plötzliche Kursstürze auftreten, wie aktuell aufgrund der Corona Pandemie. Um hier nicht den Anfängerfehler Nummer 1 zu machen – Zu kaufen, wenn alle kaufen und die Kurse oben sind und zu verkaufen, wenn alle verkaufen und die Kurse unten sind – setzt jedes Investment an der Börse Deine psychische Stabilität voraus. Bisher wurde jede Krise wirtschaftlich überwunden und der MSCI World (sowie auch der DAX und viele weitere Indizes) haben über keinen 15-Jahres-Zeitraum bislang eine negative Rendite erwirtschaftet. Bei internationalen ETFs kommt noch ein Währungsrisiko dazu. Wird der USDollar gegenüber dem Euro z.B. schwächer so kann das Nachteile auf den Euro-Kurs des MSCI World haben, der über 60% amerikanische Aktien im Portfolio hat. 

Der Vorteil der breiten Streuung eines ETFs auf der einen Seite hat auf der anderen Seite den Nachteil, dass hier auch schlechte Unternehmen im Index sind, die zwar noch groß genug sind für den Index, aber trotzdem schlecht wirtschaften und damit die Gesamtrendite nach unten ziehen. Diese lassen sich nicht einfach aussortieren, sondern müssen mitgekauft werden.

Warum verkauft meine Bank mir keinen ETF?

Banken sind in der Regel private, gewinnorientierte Unternehmen. Sie können sehr viel an selbst herausgegebenen Fonds-Produkten verdienen, wie im Beispiel oben die Sparkasse an den DEKA Investments Fonds oder die Volksbanken und Raiffeisenbanken mit der zur gleichen Gruppe gehörenden Union Investment Fonds. Dass sich solche Fonds für die Banken lohnen, lässt sich übrigens auch ganz gut an der Werbeintensität der Produkte in den Medien beobachten. 

Häufig hat der lokale Bankberater von ihrer Zentrale konkrete Verkaufsziele für die eigenen Fonds und der vermeintliche Fit des hauseigenen Produkts zu Deinen individuellen Bedürfnissen ist häufig nur vorgeschoben. An ETFs mit ihrem passiven Management und ihrer schlanken Gebührenstruktur, verdienen sie nicht viel. Aus dem Grund sprechen sie hier auch keine Empfehlung aus – selbst wenn die ETFs nachweislich langfristig besser performen als die hauseigenen Produkte. Denn zuerst soll natürlich die Bank Geld verdienen. Dein Vermögensaufbau ist hier Prio 2.

Fazit

ETFs sind eine grundsolide und inzwischen sehr etablierte Art der Geldanlage mit sehr geringen Kosten und sehr breiter Risikostreuung. Auf lange Sicht liefert die Partizipation am Wachstum der Weltwirtschaft eine Rendite von 4-7% pro Jahr und damit deutlich mehr als das gute alte Sparbuch. 

Allerdings solltest Du nur Geld in ETFs anlegen, auf das Du über einen Zeitraum von 10-15 Jahren verzichten kannst – Also keines, mit dem Du im nächsten Jahr ein Auto oder im übernächsten Jahr die Anzahlung für Dein Haus finanzieren möchtest. Denn an der Börse geht es zwar langfristig aufwärts, kurzfristig gibt es jedoch immer wieder Talfahrten und der Verkauf der ETFs im Tal ist einfach nicht klug. 

Selbst der erfolgreichste Aktieninvestor der Welt, Warren Buffett, empfiehlt die Investition in ETFs. Denn die passiven Indexfonds sind deutlich günstiger als die aktiv gemanagten Fonds, die Dir Deine Hausbank häufig anbietet bei meist deutlich besserer Rendite. Sparpläne starten bei vielen Brokern schon ab 25 € und der Einstieg in den langfristigen Vermögensaufbau an der Börse war nie einfacher als heute. 

 

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